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aller Texte bei Otmar Heusch
31.12.2009
Wer den gelebten Jahren zu sehr nachtrauert,
könnte Gegenwart und Zukunft verpassen.
01.08.2009
Leitgedanke zur Hochzeit
Während
Eure Hochzeitsfeier den Hochstand
der Blütezeit widerspiegelt,
erfreuen wir uns am bezaubernden
Höhepunkt der prächtigen Rosenzeit
15.05.2008
Wer sagt, das die Anzahl
der friedlichen zunimmt,
gehört mutmaßlich eher
zu den anderen.
01.09.2007
Schönheit ist Erkenntnis
und erklärt sich selbst
04.04.2007
Hörst du den Herrscher propagieren
Der Krieg muss für den Frieden streiten
Dann will er schizophren verleiten
den wahren Geist zu präparieren
03.12.2006
Wer das Lied „Frieden“ singt
achtet nicht zwangsläufig
auf dessen Noten
25.08.2006
Im Schatten der Macht
werden Kriege aufbereitet
bis hin zur zivilen Wirkung
04.07.2005
Gewesenes ist
die Asche des Seins
doch gelebter Frieden
kann die Erinnerung wärmen.
15.06.2005
Der gierige Reiche
verspeiste in seinem Geiz
sogar den eigenen Butler
24.01.2005
Toleranz und Achtung
sind Atem für Harmonie;
unbegreifliches ist
ein Seelenlächeln.
18.06.2004
Schicksal erklärt sich
meist dort
wo es jeglicher Klarheit
ermangelt; atmet
wo der Verstand erstickt.
09.02.2004
Freudentränen sollte man genießen
und andere der Hoffnung widmen.
29.01.2004
Ein kompliziertes Gedicht
ist nicht automatisch geistvoll
und ein einfaches nicht trivialer Kitsch.
30.07.2003
In manchem Selbst wird die erste Geige
oft von dem zweiten Ich gespielt
28.02.2003
Das Gestern kann nicht mehr weinen
und das Morgen noch nicht lachen,
oder umgekehrt.
23.10.2002
Der weinende Soldat steht neben
seinem schamroten Selbst.
Der tränenlose Soldat hat es noch
nicht verstanden.
17.09.2002
Zu viele erkennen nur die blutigen Kriege
und übersehen die Wunden des Nächsten
Diese vielen fordern zu leise den Frieden
und verabscheuen zu leise den Krieg
01.08.2002
Was ihm
an seinem Gegenüber missfällt
sind meist seine eigenen Macken
02.06.2002
Die Hoffnung bittet
um die Inkonsequenz
des Unwahrscheinlichen
15.03.2002
Wer sich in jungen Jahren
schon auf die Rente freut
der schält einen Apfel
um die Schale zu essen.
06.03.2002
Die Zeit
bewirkt für alle das Gleiche
jeder Atemzug
haucht den vorherigen
zum Gewesenen.
23.02.2002
Er hat bisher nur
das Sein erreicht
doch er hofft
noch die Zeit
und die Kraft zu haben
sich zu zeigen.
31.01.2002
Wer mit dem Selbstbewusstsein protzt
drückt auf den Kehlkopf seiner Lieben
und wenn der erste sich erbricht
dann hat man es zu weit getrieben.
04.10.2001
Viele Menschen
besitzen die Fähigkeit
den Frieden zu erkennen,
doch zu wenige sind in der Lage
ihn zu umarmen.
08.09.2001
Die meisten Menschen die als
weise Greise in den Spiegel
schauen - sehen nur noch
die Narrenkappe des Lebens.
05.02.2001
Im Dunst der Stärke
entsteht manchmal Überheblichkeit,
deren Reibung mit dem Alltag
die Gefühle verdampfen lassen.
25.11.2000
Manche Glauben an ihren Gott aus Angst vor der Krankheit
Manche Glauben an ihren Gott aus Angst vor dem Alltag
Manche Glauben an ihren Gott aus Angst vor dem Tod
Manche Glauben an ihren Gott aus Angst
Manche Glauben an ihren Gott
Manche Glauben
31.10.2000
Ich werde niemals so sein wie einer
den ich ehren würde,
doch der Anteil der Enttäuschungen
über mich nimmt stetig ab.
29.06.2000
Der Abstand zwischen
Sein und Gewesen
ist so alt wie die Ewigkeit.
28.06.2000
Der Götterglaube lässt die einen hoffen
und die anderen zu Kriegern werden.
27.06.2000
Wir werden den Tag erleben, an dem
der Computer unseren Urlaub genehmigt.
26.05.2000
Könnte die Natur denken und handeln,
wir müssten auf einer Weide wandeln.
18.05.2000
Gute Freunde sind die Stoßdämpfer auf
der unebenen Straße namens Alltag.
16.05.2000
Alle Menschen haben die Hautfarbe Charakter.
18.03.2000
Ehrlichkeit und Toleranz sind
die Hosenträger der Freundschaft.
04.03.2000
Das Herausragende bei Menschen sind
emotionales und geistiges Handeln.
Wie entstehen eigentlich Kriege?
07.02.2000
Manche
sind feinfühlig
flüsternd
rar an Worten
und
besitzen
dennoch
die Wirkung
Spiritus Rector
24.01.2000
Doping ist der unnatürliche Antrieb
für unnatürliche Bestleistung.
Natürliche Bestleistung
hat immer Lob verdient.